Unterwegs in München – zwischen Marienplatz und Hofbräuhaus

Vom Marienplatz aus, der bequem mit den U-Bahn-Linien U6 und U3 zu erreichen ist, kann man seinen Rundgang durch die Münchner Innenstadt beginnen.
Auf dem Marienplatz selbst ist das Neue Rathaus im neugotischen Stil der Blickfang. Wenn hier zwei Mal täglich – um 11, sowie um 12 Uhr – das fünftgrößte Glockenspiel Europas ertönt, versammeln sich Scharen von Touristen auf dem Platz. Wer von März bis Oktober in München unterwegs ist, kann sich das Glockenspiel auch um 17 Uhr anhören. Echte Münchner verzichten aber lieber auf den deutlich verstimmten Klang und bevölkern besonders am Wochenende lieber die angrenzende Kaufingerstraße. Sie bildet mit ihren Nebenstraßen das Herz der Münchner Shoppingmeile und reicht bis an den Karlsplatz – der in München aber nur “der Stachus” heißt. Von so viel Tradition sollte man sich aber nicht täuschen lassen: Hier reiht sich neben allen Großen Kaufhaus- und Bekleidungsketten auch der deutschlandweit erste Apple-Store zwischen den Altbauten ein. Wer Obst- und Gemüse direkt von lokalen Händlern kaufen möchte, für den lohnt sich ein Besuch auf dem Viktualienmarkt. Wer sich hier nicht sofort als Tourist auffallen möchte, kommt um die Aussprache mit “f” am Wortanfang nicht herum – ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Selbst wenn man nichts kaufen möchte, ist ein Besuch auf dem Viktualienmarkt auf jeden Fall lohnenswert, und er hat täglich außer an Sonn- und Feiertagen geöffnet.
Wenn man nun vielen Laufen erschöpft ist und wenn der Tag sich langsam dem Ende zuneigt, dann darf ein echtes Highlight der München-Tour auf keinen Fall fehlen: Ein Besuch im bereits 1589 in Auftrag gegebenen Hofbräuhaus. Die ehemalige Königsbrauerei ist weltberühmt und schenkt das süffige Hofbräu-Bier aus Eigenproduktion aus. Das Hofbräuhaus umfasst unterschiedliche bewirtete Areale, darunter auch einen Biergarten und einen Festsaal. Bayerische Küche wird hier nach traditioneller Art aufgetischt, und das zu angemessen Preisen. Weißwürste in ganz Bayern bitte nur bis 12 essen – das geht auf die ehemals leichte Verderblichkeit zurück und ist Teil der Tradition. Ansonsten gibt es ja noch den Schweinebraten mit Knödeln, der schmeckt zu jeder Tageszeit gut und rundet einen Tag in München gelungen ab.
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